Posts mit dem Label Veranstaltung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Veranstaltung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 11. Juli 2012

Für eine Zukunft ohne Rassismus und Islamophobie!

Sachliche Berichterstattung bzw. Bebilderung oder Stereotypen?

Heute mal kurz ein Aufruf von mir eine Online Petition zu unterschreiben. In der Wortwahl ist die Begründung sicherlich manchmal übertreibend, aber ich finde diese Petition in der Sache richtig und zumindest erwähnenswert, legt sie doch einen Fokus auf eine unterschätzte Strömung in der Gesellschaft, die sich von den extremen Rändern bis weit in deren Mitte hinein manifestiert. Daher bin ich auch für eine repräsentative Demokratie, und Plebisziten gegenüber reserviert, sofern diese nicht ganz konkrete, zum Beispiel kommunale Belange betreffen.

Für eine Zukunft ohne Rassismus und Islamophobie!


Von: Florian Schäfer aus Leipzig

An: Bundeskanzlerin in Deutschland

Für eine Zukunft ohne Rassismus und Islamophobie!

Unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin Angela Merkel findet seit Februar 2012 auf der Internetplattform www.dialog-ueber-deutschland.de der so genannte „Zukunftsdialog“ statt. Die Bürger sind aufgerufen, zu diskutieren, wie „Deutschland in fünf bis zehn Jahren“ aussehen soll und wie wir „gegen Ende des Jahrzehnts“ zusammenleben wollen.
Deutlich ist, dass es sich bei dieser Simulation einer Basisdemokratie lediglich um eine Vorbereitung des Wahlkampfes für Angela Merkel handelt, die in Zeiten harscher Kritik aufgrund ihrer (durch Unterwerfung unter "die Märkte" geprägten) Krisenbewältigungsstrategie auf dem Rücken der Mehrheit der Bevölkerung, dennoch im kommenden Jahr wiedergewählt werden will.
Durch technische Mängel und fehlende Moderation begünstigt, ist der„Zukunftsdialog“ ein willkommenes Mittel für kampagnenorientierte AktivistInnen. Diese können durch hohe Stimmenzahl in einzelnen Vorschlägen vortäuschen, tatsächlich existierende Bedürfnisse der Mehrheit der BürgerInnen zu vertreten.
Es verwundert daher nicht, dass das Forum in hohem Maße von Rechtsradikalen und Islamfeinden genutzt wird, um für deren Ideologien zu werben. So erhielt besonders der in rechtsextremen Internetblogs stark beworbene Vorschlag „offene Diskussion über den Islam“ von Thomas Martin starke Zustimmungswerte und erreichte im Ergebnis mit knapp 150.000 Stimmen den dritten Platz der Bewertungsskala. Das Forum unter der Verantwortung des Bundeskanzleramts ist ein Tummelplatz von RassistInnen jeder Coleur, so werden Kommentare wie der folgende geäußert – und unter Verweis auf die Freiheit der Meinungsäußerung auch freigeschaltet:
„...Natürlich gibt es Menschenrassen, sonst würde es die Wissenschaft der Anthropologie nicht geben. Rassen gibt bei Mensch und Tier. Es gibt die Europide, Mongolide, Negride und Australo-Melaneside. Das sind die Grundrassen der Menschheit. Allerdings ist Islam keine Rasse, sondern bekanntlich eine Religion. Sonst wären Katholizismus oder Hinduismus auch eine Rasse. Das ist natürlich purer Unsinn. Islamkritik hat also absolut nichts mit Rassismus zu tun. Wenn ich einen deutschen Moslem kritisiere, was soll daran rassistisch sein...“
Siehe dazu zur Aufklärung auch das neue Video rechts oben (drauf klicken für die Vollbildansicht), über den Ursprung des Rassismus, wie es zu dieser Fehlinformation kam. Es gibt beim Homo Sapiens keine Rassen! Das steht zum Beispiel anhand der Genetik seit vielen Dekaden zweifelsfrei fest!

Freitag, 7. Januar 2011

Veranstaltungstipp: Deutschlands Muslime und europäischer Islam

Wer in Berlin und Umgebung wohnt, oder diese Veranstaltung als Anlass nimmt, mal wieder die Stadt zu besuchen, der sollte sich diese Vorträge/Diskussionen nicht entgehen lassen, da hochkarätige Gäste einen interessanten Abend versprechen, der sogar noch kostenlos, aber bestimmt nicht umsonst ist... ;-)

Vortrag und Diskussionen

Deutschlands Muslime und europäischer Islam

Fr 21.01.2011 | 19:00 h | Eintritt frei


Auch nach Jahren der Diskussion um Migration und Integration bilden „die Deutschen“ und „die Muslime“ in der öffentlichen Wahrnehmung scheinbar ein Gegensatzpaar. Eine plurale Gesellschaft aber muss eine historisch, soziologisch und kulturell fundierte Auseinandersetzung über „den Islam in Deutschland“ führen, die zeitgenössische europäische Formen des Islam einbezieht. 

19 h Die Muslimisierung des Anderen (Deutsch)
Cem Özdemir, Grünen Bundesvorsitzende
Der erste Teil der Veranstaltung widmet sich den aktuellen gesellschaftspolitischen Debatten in Deutschland. Muslime und als solche Markierte sehen sich permanent gezwungen, sich zu der ihnen zugeschriebenen Zugehörigkeit zu verhalten. Dient „der Islam“ als negative Projektionsfläche für eine veraltete nationale Identität? Der Politiker Cem Özdemir, die Journalistin Hilal Sezgin, die türkische Schriftstellerin Sema Kaygusuz, Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, und Sawsan Chebli, Grundsatzreferentin für interkulturelle Angelegenheiten in der Senatsverwaltung Berlin, stellen sich der Frage, warum der Streit um den Platz des Islam in Deutschland und Europa gerade jetzt entbrennt. 

Moderation: Caroline Fetscher (Der Tagesspiegel).

20.30 h Islam in Europa (Simultanübersetzung englisch/deutsch)
Tariq Ramadan, teils umstrittener islamischer
Theologe, Universitätsprofessor,
Philosoph
hier werden historische und religiöse Perspektiven auf den Islam in Deutschland und Europa diskutiert. Tariq Ramadan, Islamwissenschaftler und einer der führenden Intellektuellen unserer Gegenwart, steht in seinem Eröffnungsvortrag für einen europäischen Islam ein. Im Anschluss kommentieren der Historiker Dan Diner und die Islamwissenschaftlerin Gudrun Krämer im Gespräch seine Thesen. 

Einführung: Susanne Stemmler, Haus der Kulturen der Welt

Eine Veranstaltung des Hauses der Kulturen Welt in Kooperation mit der Allianz Kulturstiftung und dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD

Haus der Kulturen der Welt
John-Foster-Dulles-Allee 10
D10557 Berlin
Fon +49 (0)30 397 87 - 0