Mittwoch, 11. Juli 2012

Artikelserie: Feindbild Westen bei einem Teil der Muslime

arabisches Buchcover von Henry Fords
"Der internationale Jude"

Ich fasse hiermit mal einige zusammenhängende Blogpostings zusammen, und versehe dann dieses Postings mit einem Label "Artikelserien", damit man sie schneller über das rechte Menü finden kann.



Feindbild Westen bei einem Teil der Muslime 1. Teil

Feindbild Westen bei einem Teil der Muslime 2. Teil

Feindbild Westen bei einem Teil der Muslime 3. Teil


Thematisch passend dazu vielleicht noch eine kleine Vorgeschichte zu den heutigen Feindbildern im Nahen Osten oder unter Muslimen:

Hat der "islamische Antisemitsmus" eine lange Tradition in der Geschichte?

Kürzlich hat ja der Sprecher des Islamrats, Ali Kizilkaya, in einem Interview "unglücklich" gemeint: "Es gibt im Islam keinen Antisemitismus, denn Antisemitismus ist eine Form von Rassismus." Das ist natürlich Käse und eine wunderbare Steilvorlage zu Häme, die Realitätsverlust unterstellen, ähnlich der Äußerung vom türkischen Ministerpräsident Erdogan, bezugnehmend und Willkommen heißend, auf den sudanesischen Präsidenten und Schlächter Umar al-Baschir, der meinte: "Ein Muslim kann keinen Völkermord begehen."
Selbst wenn in beiden Aussagen gemeint sein sollte (dabei sträflicherweise nicht auf die Fragen und den daraus resultierenden Kontext eingehend), dass zum Beispiel ein völkermordender Mensch alle seine Eigenschaften als Muslim verwirkt habe, da dieses Verhalten ebenso wie Rassismus nicht konform mit den Grundsätzen des Islams sei. Beide Autoren dieser Sätze sind politisch und interviewtechnisch erfahren genug, das sie wissen sollten, dass diese Behauptungen ihnen selber wieder auf die Füße fallen und daher rhetorisch mehr als ungeschickt. Denn in beiden Fällen lassen sie außer Acht, dass in Geschichte und Gegenwart beides sehr wohl gegeben hat, und zwar von Menschen, die sich für gute Muslime hielten.
Nun ist der Antisemitismus beispielsweise im Nahen Osten eine eher moderne Erscheinung, nicht vergleichbar zu dem Antijudaismus der jahrhundertelang im Okzident wirkte. Daher noch mein Verweis auf den letzten Link. Abgesehen davon darf man nicht vergessen, dass dieser Antisemitismus des Nahen Ostens sich nicht nur auf die Muslime erstreckt, sondern auch Teile von Christen erfasst, zum Beispiel christliche Palästinenser, die teilweise sogar in der Intifada mit ihren muslimischen Nachbarn zusammen Steine schmissen, und manchmal in antisemitische rassistische Denkmuster verfielen.


(Bildquelle: Wikimedia Commons

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