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Sonntag, 29. Januar 2012

Konstantinopels versunkener Hafen

Topografische Karte Konstantinopels während des byzantinischen Zeitraums.
Auf der südlichen Seite hin zum Marmarameer kann man auf dieser Karte
den antiken bzw. mittelalterlichen Hafen sehen.
Quelle: R. Janin, Constantinople Byzantine. Developpement urbain et repertoire topographique.
Straßennetz und andere Einzelheiten basieren auf
 Dumbarton Oaks Papers 54. Kirchen, insb. nicht identifizierte und ausgegrabene Bauten
sind aus dem The Byzantine Churches of Istanbul entnommen.
Andere herausgegebenen Quellen wurden behilfsmäßig gebraucht.
Heute keine Lust auf Tatort und Co.?
Dann schaut euch mal online diese interessante Dokumentation an:

Konstantinopels versunkener Hafen

Mitten im modernen Istanbul hat ein gigantisches Bauprojekt begonnen, das die chronischen Verkehrsprobleme der überbevölkerten größten Metropole der Türkei lösen soll. Geplant sind ein Tunnel unter dem Bosporus und - tief in den Grundfesten der Stadt - ein Umsteigebahnhof zwischen Bahn und Metro. Von der über 3.000-jährigen Vergangenheit Istanbuls - einst hieß die Stadt Konstantinopel und vormals Byzanz - sind nur relativ wenige Spuren erhalten.
Doch bei Aushubarbeiten für das Tunnelprojekt, die weitab vom Bosporus-Ufer begannen, legten Bauarbeiter 37 Schiffe samt Ladung frei, die durch eine Lehmschicht geschützt und dadurch hervorragend erhalten waren. Bei dem wertvollen Fund handelt es sich um Teile des versunkenen Hafens, der unter Kaiser Theodosius II. gebaut und vom fünften bis zum zehnten Jahrhundert genutzt worden war. Aus der Baustelle wurde eine mehr als fünf Hektar große Unterwasser-Grabungsstätte, die unter anderem Aufschluss über Ausdehnung und Untergang des Hafens von Konstantinopel geben soll.

Freitag, 16. Dezember 2011

Istanbul, warum eigentlich?

Heute Abend nur mal ein Hinweis und Auszüge aus einem sehr schönen Artikel von Türkei-Kenner Dieter Sauter, den ich schon seit fast einem Jahr als offenen Tab in meinem Firefox-Browser zur Bearbeitung geöffnet hatte:

Istanbul - größte Stadt zwischen Moskau und Kairo,
zwischen Teheran und London


Istanbul - Land ohne Hauptstadt

(15.01.2011) Es ist gerade mal 10 Jahre her, da hatte ich noch einen Mitleidsbonus, wenn ich in Deutschland irgend Jemandem erzählte, ich lebe in Istanbul. Man konnte das „Ach Gott, der Arme – halt’ durch Junge!“ in fast allen Gesichten erkennen. Und heute? Heute nicken die meisten anerkennend und bei manchen scheint auch ein bisschen Neid auf: „Ahaaa – Istanbul !! Ja, da wollte ich auch schon lange mal hin!“

Warum eigentlich ? Wegen der Lebensqualität ? Vergiss’ es !


Zur Erholung stehen dem Einwohner von Istanbul gerade 1,5 qm Fläche zur Verfügung ( dem Einwohner von Hamburg gut 17 qm ). Die meiste Zeit verbringt der Istanbuler sowieso in einem Stau. Weht zwei Tage kein Wind am Bosporus, dann muss wegen des Smogs auch der Schiffverkehr gestoppt werden. Im grössten Wasserreservoir der Stadt wurden zum Jahreswechsel hochgiftige Substanzen gemessen. In Sachen Lebensqualität landete Istanbul vor einem Jahr nach der Zeitschrift „The Economist“ weltweit auf Platz 110 von 140. In der Disziplin „Wie teuer ist es?“ hat sich die Stadt dagegen weltweit schon auf einen guten Platz 20 hochgearbeitet. Wer als Krankenschwester oder Polizist nach Istanbul versetzt wird, wehrt sich mit Händen und Füssen, schon wegen der Mieten. Erst seit unzählige Kameras die Strassen überwachen geht der Taschendiebstahl zurück, der bis dahin alle Rekorde schlug.

All das kann aber dem Ruf Istanbuls nichts anhaben. [...]

Istanbul in die EU aufnehmen ?

Es gibt kaum ein Land, dessen Image sich derart von dem seiner grössten Stadt unterscheidet. Wer Türkei sagt, denkt an übermächtige Militärs, die Kurdenfrage, an Islamismus oder den EU-Beitritt, den keiner will - aber Istanbul? Das hat damit anscheinend überhaupt nichts zu tun. Istanbul in die EU aufnehmen ? Damit hätte er kein Problem, meinte letztes Jahr sogar der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bei seinem Besuch am Bosporus. „Istanbul ist das New York des Orient’“ hörte ich kürzlich eine Museumsdirektorin aus Washington auf einer Vernissage in Zentrum der Stadt schwärmen. „If I can make it there - I'll make it anywhere”, was Frank Sinatra über New York singt, gilt auch für die Stadt am Bosporus. [...]

Die alten Residenzen und Herrensitze am Bosporus bröselten langsam vor sich hin. Mit der Vertreibung vor allem der grossen griechischen Gemeinde in Istanbul in den 50iger und 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verfielen auch zahlreiche prächtige Bürgerhäuser im Zentrum der Stadt, in Beyoglu, auf der europäischen Seite. Arme aus Anatolien, die dort kein Auskommen mehr hatten, besetzten das ehemalige Stadtzentrum, weil dort sowieso keiner leben wollte.

Als ich vor rund 20 Jahren nach Istanbul kam, lag der Stadtteil Beyoglu nachts im Dunkeln. Nur wenige wagten sich nach 22 Uhr noch auf die Strasse. Selbst tagsüber verriegelten ängstliche Taxifahrer die Türen ihrer Fahrzeuge, wenn sie bestimme Strassenzüge passierten. Es gab keine Galerien, nur ein paar Kinos mit durchgesessenen Polstern und Filmen auf dem Niveau des deutschsprachigen Quatschkinos der 60iger Jahre.

Dienstag, 30. August 2011

Sultan Selim II. Moschee - Selimiye Moschee wurde UNESCO-Welterbe

Sultan Selim II. Moschee - Selimiye Moschee
Die Selimiye-Moschee oder Sultan Selim II. Moschee in Edirne / Türkei wurde mitsamt dem Gebäudekomplex (Külliye) kürzlich in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.
Diese Moschee abseits der Massentourismusströme wurde auf Anordnung Sultan Selim II. vom Baumeister Sinan in den Jahren 1568–1575 errichtet. Das Bauwerk bezeichnete Sinan selbst als „sein Meisterwerk“, es gilt als Höhepunkt der osmanischen Architektur und als eine der architektonisch gesehen schönsten vormodernen Moscheen weltweit (siehe auch unten). Die sich 71 m hoch erhebenden Minarette haben jeweils drei Umgänge, zu denen man über drei getrennte Treppenaufgänge gelangen kann. Die Zentralkuppel, die auf acht gewaltigen doch gleichzeitig nicht aufdringlichen Stützsäulen ruht, misst 31,28 m im Durchmesser; ihre vom Boden gemessene Höhe ist mit 43,28 m angegeben. Die marmorne Kanzel sowie die Iznik-Fliesen aus dem Höhepunkt dieser Keramik-Phase haben weltweite Berühmtheit erlangt.
An den Moscheebau schließen sich ebenfalls von Sinan errichtete Nebengebäude an, die dem ganzen Bauwerk den Namen „Selimiye-Komplex“ verliehen haben.



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(Wie immer doppelklick auf das Video für Vollbild-Modus)
Quelle


Dienstag, 23. August 2011

Istanbul - Sehenswürdigkeiten, Tipps und "must-see"

Sonnenuntergang am Bosporus, mit Sultan Ahmet Moschee, Hagia Sophia
und Hagia Irene (von links nach rechts)
Ich habe vor einiger Zeit einmal einige Tipps beziehungsweise einige Sehenswürdigkeiten für Bekannte herausgesucht, die noch nie in dieser vielleicht nach Rom kultur- und geschichtsträchtigsten Stadt Europas waren. Was muss man gesehen haben? Was sind also die "must-see"? Welches sind die Top-Sehenswürdigkeiten und wieviel Zeit sollte man für deren Besichtigung einplanen? Natürlich hat jeder andere Interessen, natürlich ergibt sich daraus auch immer eine unterschiedliche Intensität, wie lange man etwas anschauen möchte. Ich bin da wohl ein "Extrem-Sightseeing-Gucker", aber auch ich durchlief dabei eine Entwicklung. In meinen minderjährigen Teenagertagen, wo ich erstaunlicherweise schon alleine (mit Freunden) reisen durfte, reiste ich eher planlos, lies mich eher treiben, hatte vielleicht einen dünnen Reiseführer dabei. Später dann, wenn ich zu einer Sehenswürdigkeit kam, und in diesen dünnen Reiseführer schaute, dann las ich innerhalb einer Minute in den wenigen Sätzen des Reiseführers das Wichtigste zu dieser Sehenswürdigkeit, aber eine Frage drängte sich immer stärker dabei in den Vordergrund: Wieso war nun eigentlich diese Kirche, oder diese Moschee, oder diese Ruinenstätte, usw. "sehenswerter", als jene dort drüben? Wieso hatte es diese Sehenswürdigkeit in die Top 10 der Stadt oder des Landes geschafft, oder bekam einen, zwei oder drei Sterne vom Reiseführer? Was machte die Architektur des Gebäudes so besonders, oder wieso war es geschichtlich bedeutend, oder was war nun so originell an diesem und jenem Bauwerk? Für mich sahen nach einigen Besichtigungstrips doch irgendwie viele Moscheen, viele Kirchen, viele archäologischen Museen, viele griechisch-römischen Ruinenstädte einander recht ähnlich, ja flapsig hätte man damals auch sagen können: Sehen doch alle gleich aus...
Ihr kennt sicherlich diesen Satz von euch selber oder aus eurem Freundeskreis.
Jedenfalls begann dann meine Suche nach obigen Antworten, und so kaufte ich mir immer mehr und immer dickere Reiseführer, und erhielt langsam diese Antworten. Später genügten aber nicht mehr diese Reiseführer, denn wenn ich eine ganze damalige antike Weltstadt wie Ephesos, oder ein UNESCO-Weltkulturerbe wie die Würzburger Residenz mit einem allgemeinen Reiseführer anschaute, dann las ich vielleicht gerade einige wenige Seiten über diese Sehenswürdigkeiten, erfuhr also das Nötigste, war aber mit dem Lesen innerhalb von höchsten 10 Minuten netto zu Ende (also rumgehen, schauen, lesen, rumgehen, schauen, lesen...). Den Rest der Stunde, oder Stunden, in denen ich die Sehenswürdigkeiten besichtigte, bildeten sich wieder Fragezeichen auf meiner Stirn. Aha, das sind also die berühmten antiken Villen in den Hanghäusern in Ephesos, und schöne römische Fresken und Mosaiken, aber was ist denn darauf dargestellt? Und was ist daran so besonders? Und in der Würzburger Residenz: Was ist das nun schon wieder ein Saal? OK, den Namen des Saales kenne ich, aber was wurde hier gefeiert? Wie kam er zu seinem Namen? Vielleicht kennt ihr auch diese Fragen, vielleicht erfreut ihr euch aber auch nur an den Farben, Formen, Darstellungen, Raumwirkungen, Architekturen, usw. ohne das sich bei euch weitere Fragen im Kopfe zusammenbrauen, oder ihr an den Antworten interessiert seid.
Bei mir war es jedenfalls so, dass ich nun begann, speziellere Reiseführer zu kaufen, bzw. aus den Bibliotheken auszuleihen, also zum Beispiel Architekturführer, spezielle archäologische Reiseführer oder sonstige archäologische Bücher, Kunstreiseführer, spezielle Reiseführer nur für Kultur. Später weitete sich übrigens mein intensives Interesse vom "klassischem" Sightseeing von Bauwerken, etc. hin zu Sightseeing von Naturbesonderheiten. UNESCO-Weltnaturerbe, etc. aus, also nicht nur durch schöne Landschaften fahren oder wandern, sondern auch wissen, was an denen so besonders hinsichtlich der Flora und Fauna ist. Wieso diese Reptilienart so interessant sein soll, was an diesem Wald so speziell ist, was diesen Sumpf oder dieses Flussdelta so einmalig macht, usw.
Natürlich konnte ich neben meiner Fotoausrüstung von mehreren Kilo nicht noch zusätzlich mehrere Kilo hochglänzende Kunstreisebücher durch Florenz, Sevilla, Kathmandu oder Trabzon schleppen, so dass ich davon Kopien der entsprechenden Seiten erstellte, und dann immer nur diese mitnahm. So setzte ich mich also in den Petersdom in Rom, und machte mit der Raffinesse der Architektur vertraut, ließ meinen Blick wandern, und las dann nach, wieso diese Architektur diese und jene Wirkung auf den Betrachter hatte, welche optischen und architektonischen Kniffe angewendet wurden, um eine gewisse Wirkung zu erzielen oder wie das Gewicht getragen wurde, wie diese Statik verborgen wurde, was dieses Gemälde zu bedeuten hatte, wieso es gerade dort hängt, und so weiter. Dasselbe auch mit den Moscheen in der Türkei. So konnte ich vielleicht 50 oder auch doppelt so viele Moscheen alleine in Istanbul besichtigen, und mir wurde nie langweilig, eben weil dann für mich eine Moschee nicht mehr wie die andere Moschee aussah - wie es früher der Fall war und ich mich schon nach der dritten Moschee begann zu langweilen. Ich also Entwicklungen in der Architekturgeschichte der Moscheen nachvollziehen konnte, und viele Moscheen irgendwelche Besonderheiten aufzuweisen hatten, die auch einen Umweg zu ihnen rechtfertigte. Und das waren nicht einmal irgendwelche unbedeutenden "Popel"-Moscheen, die ich besichtigte.

Noch eine Nebenbemerkung: Nun kommt ja demnächst das Computerspiel Assassins's Creed: Revelations heraus, welches im Istanbul des 16. Jahrhunderts spielen soll. Nachdem ich den vorherigen zweiten Teil dieses guten Spieles mal angespielt hatte, worin man im Rom Machiavellis spielte, bin ich sehr gespannt, denn Rom wurde recht genau (für ein Computerspiel) umgesetzt, mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Wenn man also dieses Spiel gedenkt zu kaufen, und sowieso Istanbul mal besichtigen möchte, lohnt es sich bestimmt, erst das Spiel zu spielen, und dann Istanbul zu bereisen, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Orientierung in der flirrenden Megacity dadurch zumindest im Altstadtbereich erleichtert werden könnte.

Tja, wie bin ich nun eigentlich zu diesem Themenausflug gekommen?
Ach ja, weil ich sagte, es hängt immer von einem selber ab, wieviel Zeit man für eine Sehenswürdigkeit veranschlagt. Daher möchte ich mal beschreiben, welche Kriterien ich für dieses "Zeitmanagement" der unten stehenden Besichtigungestouren veranschlagt habe:

Hagia Sophia, erst Kirche, dann Moschee, heute Museum
Also, diese Bekannten sind eher älteren Semesters gewesen, insofern ist vom Zeitplan eine gewisse "Gemütlichkeit" eingeplant gewesen, auch wichtig bei der Sommerhitze Istanbuls, damit es nicht stressig wird, genügend Zeit zum Schauen, auch mal nach rechts und links. Zum gemütlichen Kaffee und Kuchen (oder Baklava) essen zwischendurch, zum gelegentlichen Einkaufen am Wegesrand. Es wurde vorausgesetzt, dass sie sich nicht zuuu lange in einer Sehenswürdigkeit aufhalten, vielleicht so lange, wie es dauert mit einem "klassischem" Baedeker Reiseführer Istanbul und dem Lesen entsprechender Absätze zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten. Ich bin sowieso eher der Meinung, man sollte nicht versuchen möglichst viele "Zwei-Sterne"-Sehenswürdigkeiten abzuklappern, sondern lieber etwas weniger von denen, dafür aber mehr Zeit zum Besichtigen nehmen.

Achtung! Die praktischen Empfehlungen zu Öffnungszeiten, usw. sind eventuell veraltet, da ca. 15 Jahre alt! Daher unten Links, wo ihr einiges nachprüfen könnt, ob die Öffnungszeiten, etc. noch stimmen. Alles andere ist zeitlos.

  • 1. Tag: Zu Fuß:

    *** Zuerst am besten bei dem Sultan Ahmet Platz in der Touristen-Info einen aktuellen Stadtplan umsonst holen (wenn man eh schon dort ist) und Broschüren und Metro-Plan, etc. Ausserdem die Fragen stellen, die sich aus diesen Empfehlungen ergeben, also aktuelle Öffnungszeiten, etc. solange man keinen aktuellen Reiseführer besitzt. ***

    Vormittags:
    * Topkapı Sarayı: Eingang, wenn man vor der Hagia Sophia steht und hinter einem die Sultan Ahmet Moschee ist, rechts neben der Hagia Sophia, hinter dem Brunnenhaus Ahmet III. Am besten nach dem Eintritt in den Saray gleich schnell zum Harem links hinten weitergehen und dort Karten für die deutsche Führung kaufen, da sie schnell vergriffen sind. Denn dann hat man noch genug Zeit erstmal die verschiedenen Innenhöfe anzuschauen, bis die Führung durch den Harem beginnt, also danach wieder zurückgehen und einen Rundgang starten. geöffnet jeden Tag außer Dienstags 9.00-17.00
    Nachmittags, Abends:
    * Ägyptischer Basar (Mısır Çarşısı), bei der Galata-Brücke. Innen und außen, Gewürze, Tier, Pflanzenmarkt, etc. immer geöffnet, außer Sonntags, schließt ca. um 18.00 Uhr
    * Yeni Cami (Moschee) direkt daneben kurz mal reinschauen, denn es zeigt sich, dass man einen schönen "Aha-Effekt" erzielen kann, wenn man erstmal kleiner Kuppelbauwerke anschaut, bevor man in die größten reingeht. Außerdem kann man sich in dieser durchaus nicht kleinen Moschee ohne rieeesigen Touristenandrang (je nach Tageszeit) mit den Grundelementen einer Moschee besser vertraut machen, also Minbar, Mihrab, Sultansloge, usw.
    * Vielleicht mal Boza trinken, ein ganz leicht alkoholisiertes sämiges Bier, welches schon die Janitscharen tranken, vielleicht schon die Türken Zentralasiens im 10. Jh., im Vefa Bozacısı, bei der Yeni Cami in der Nähe gab es früher mal einen Laden oder Ausschank, bei dem Sultanslogengebäude, welches die innere Loge mit dem Gebäude verbindet, vielleicht inzwischen geschlossen. Hauptgeschäft von 1876, wo schon Atatürk getrunken hatte, ist im Stadtteil Vefa zwischen der Süleymaniye und der Prinzen (Şehzade) Moschee: Katip Çelebi Cad. No: 104/1 PS: Dieses Getränkt ist eher was für die kühlere Jahreszeit.
    * Bei der Galata-Brücke oder in der Brücke vielleicht abends nach Sonnenuntergang an der Brücke essen gehen oder im Restaurant Pandeli, Eingang gleich am Eingang zur Wasserseite des Ägyptischen Basars, Treppe hoch, Fensterplätze mit Aussicht. Traditionsreiches Restaurant seit 1901. Peter Ustinov und andere aßen dort. Montag -Samstag 11.00-16.00, Hauptgerichte 9YTL-18YTL . Reservierung möglich unter: 0212/5273909

Donnerstag, 23. Juni 2011

Oscars der Luftfahrtbranche: Turkish Airlines beste Fluggesellschaft Europas

Boeing 777-300 in der Manchester United Edition

Erinnert sich noch jemand an das Flugzeugunglück in der Karibik von der kleinen türkischen Fluggesellschaft Birgenair? An die damalige Berichterstattung? Und infolgedessen den Konkurs dieser Fluggesellschaft? Jedenfalls taugte dieser tragische Unfall mit 164 toten deutschen Urlaubern recht gut das Bild der Türkei in der deutschen Öffentlichkeit noch negativer wie bislang darzustellen. Ein Klischee, das viele beim Begriff Türkei nicht selten heute sogar noch an einfache (Lehm-)Behausungen in weitläufiger anatolischer Kargheit denken lässt. Jedenfalls weniger Assoziationen an Hightech, Fortschritt, Luxus, gute Qualität, etc. denken lässt. Das gleiche Problem mit den ewigen Klischeevorstellungen haben übrigens auch die Polen, die unbemerkt von der Masse der hiesigen Bevölkerung in den letzten Jahren einen bemerkenswerten (ökonomischen) Aufstieg und Modernisierung ihres Landes hinlegten, und das in unserer unmittelbarer Nachbarschaft.

Ich hatte hier schon einmal über die inzwischen mögliche Konkurrenzfähigkeit von Teilen der türkischen Wirtschaft berichtet:

And the Oscar goes to... Turkey!
Türkei top, Deutschland flop.

Nun, wahrscheinlich haben doch inzwischen einige hier festgestellt, dass zumindest Turkish Airlines so gar nicht vergleichbar ist mit obiger konkursgegangener Mini-Fluggesellschaft. Denn Turkish Airlines setzen einerseits stark auf Sicherheit und Komfort, andererseits fahren sie schon seit Jahren intensive Kooperationen und Werbebotschaften mit international renommierten Persönlichkeiten oder Sportvereinen. Ich erinnere mich da an Werbefilme im TV z.B.mit Kevin Costner, Kobe Bryant, Manchester United, FC Barcelona, usw.

 

Wikipedia schreibt:
"2010 baut die Fluglinie ihr sportliches Engagement und damit ihre Marketingstrategie europaweit aus. Sie fungiert als Official Carrier oder Hauptsponsor für verschiedene Fußball- und Basketballvereine wie FC Barcelona, Manchester United, Schachtar Donezk und dem Athener Klub Maroussi BC. Zudem ist die Airline Titelsponsor der europäischen Basketball-Liga, die damit offiziell "Turkish Airlines Euroleague Basketball" heißt."